Entwicklung neuer Urbaner Produktion

Wir wollen Urbane Produktion nicht nur erforschen, sondern auch die Entwicklung neuer Produktionsstätten aktiv vorantreiben. Dazu möchten wir Gründerinnen-Teams dabei unterstützen, in zwei Bochumer Stadtteilen eigene Produktionsstätten zu eröffnen.
WattenscheidWerne/Langendreer - Alter Bahnhof

Deine Idee für Urbane Produktion

Gründungswettbewerb Senkrechtstarter

Im Ruhrgebiet gibt es ein vielfältiges Angebot an Start-Up- und Gründungsförderungen. In Bochum besteht der Senkrechtstarter-Wettbewerb der Wirtschaftsförderung mit einer breiten Wirkung. Daher möchte UrbaneProduktion.ruhr in diesem Kontext das Thema Produktion stärker in den Fokus rücken und Bochum zu einer „Produktiven Stadt“ machen. Als Vorbild hierfür dient der Fonds Crafted in Vienna, der gezielt auf die Förderung von „Urban Manufacturing“ ausgerichtet ist. Dieser wurde zum zweiten Mal in Folge von der Wirtschaftsagentur Wien und ihrem Kreativzentrum „departure“ aufgelegt. Im Jahr 2015 lag der Fokus auf „Urban Manufacturing“ und handgefertigten Produkten, die in Wien hergestellt werden. Im Jahr 2016 wurden „kreativwirtschaftliche Unternehmen, die innovative und kreativ-künstlerische Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse für die städtische Produktion entwickeln“ (Wirtschaftsagentur 2016: 2), unterstützt. In beiden Fällen war die nachhaltige städtische Produktion im Fokus. Sowohl Bestandsunternehmen als auch Gründungen können gefördert und als Best-Practice-Beispiele vermarktet werden.

Der Senkrechtstarter-Wettbewerb in Bochum wird branchenübergreifend über die Grenzen Nordrhein-Westfalens durchgeführt. Um die Idee einer Gründung im Bereich Urbane Produktion zu fördern, müssen die Vorteile von Produktion in der Stadt aktiv beworben werden. Dies eröffnet nicht nur Vorteile für die GründerInnen selbst, sondern auch für die Wirtschaftsförderung Bochum und den Gewerbestandort Bochum.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsentwicklung Bochum plant UrbaneProduktion.ruhr daher im Rahmen des Projekts innerhalb des Senkrechtstarters einen „Sonderpreis Urbane Produktion“, ähnlich den bestehenden Sonderpreisen „Netzwerke“ und „Beratung“. Neben dem üblichen Marketing für den Gründungswettbewerb soll dabei das Thema der Urbanen Produktion zusätzlich aufgezeigt und beworben werden. Dadurch sollen Akteure, die Gründungen in diesem Bereich in Betracht ziehen, aktiv ermutigt werden.

Der Senkrechtstarter ist in zwei Phasen aufgeteilt: In der ersten Phase (18.10.2017-04.01.2018) wird unter Mithilfe professioneller MentorInnen ein Konzept erstellt. Die zweite Phase beinhaltet die konkrete Businessplan-Erstellung. Das Programm für 2017/18 steht bereits fest und gliedert sich in mehrere Themenabende und Seminare. Einer dieser Termine kann für den Sonderpreis genutzt werden. Hier können z. B. Fragen zu Produktionen im urbanen Umfeld und deren besondere rechtliche Aspekte behandelt werden. Die Phasen werden mit der Abgabe der Businesspläne (01.03.2018) abgeschlossen. Danach erfolgen die Begutachtung und die Prämierung durch die Jury am 03.05.2018.

Neue Chancen für altindustrielle Räume

Urbane Landwirtschaft

Können Industriebrachen und unattrative Gewerbegebiete durch Urban Farming revitalisiert werden?

Offene Werkstätten

Können gemeinschaftliche Arbeitsräume in innerstädtischen Wohngebieten funktionieren?

Schnelle Prototypen

Können additive Fertigungstechnologien das traditionelle Handwerk unterstützen?

Upcycling und Do-it-together

Können neue Wertschöpfungsketten auf vernachlässigten Reststoffen entstehen?

Lokale Warenströme

Können veränderte Lebensstile vernachlässigte Immobilien wiederbeleben?