Nächste Woche Samstag ist es endlich soweit. Am 16. Februar starten wir mit dem vielfältigen Programm für die Zwischennutzung in der Hochstraße in Bochum-Wattenscheid.

Die weißen Folien haben wir entfernt und wer einen Blick durch das große Schaufenster wirft, entdeckt bereits Tische, Stühle und Bücher mit Titeln wie „Selber machen statt kaufen“ oder „Made at Home“. Bis es nächste Woche losgeht, ist aber noch einiges zu tun. Stehtische, Barhocker, Kühlschrank, Getränke, Ausstellungsfläche und Pflanzen müssen ihren Weg noch ins WatCraft finden.

Ab dem 16. Februar wird dann allen Interessierten gezeigt, was in der Stadt und vor ihren eigenen Haustüren produziert wird und was sie selbst erschaffen können. Um euch in das zwischengenutzte Ladenlokal zu locken, haben wir ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Beim ersten Workshop am 16.02. könnt ihr gemeinsam mit der Stadtteilfabrik aus Essen eigene Sitzgelegenheiten aus Sperrmüll bauen. Am darauffolgenden Donnerstag starten wir mit den Abendveranstaltungen und der Veranstaltungsreihe „Produzieren in der Stadt – UnternehmerInnen erzählen“. Dazu haben wir für den 21. Januar Stefan Gärtner vom Institut Arbeit und Technik sowie die Hafenkäserei aus Münster und den Bochumer Verein eingeladen.

An einem weiteren Donnerstagabend erzählen Initiativen, wie sie ihren Stadtteil vor Ort gemeinschaftlich entwickeln. Außerdem geht es am 21. März unter dem Motto „Hochstraße gestalten“ konkret darum, wie die Hochstraße in Zukunft gemeinsam selber gestaltet werden kann. Bei den zahlreichen Workshops besteht samstags die Möglichkeit Jutebeutel und Shirts zu bedrucken, Speisepilze zu züchten, natürliche Kosmetik herzustellen, 3D-Durck auszuprobieren oder auch einen Spielzeug-Roboter selber zu bauen.

Während der gesamten Zeit wird es außerdem eine Ausstellung zum Thema Urbane Produktion geben und es wird eine umfangreiche und beständig wachsende Rezeptbörse entstehen. Dort könnt ihr einerseits Rezepte für selbstgemachte Bonbons, Kosmetik oder auch Entwicklungsprozesse auf der Homepage und im Ladenlokal teilen oder aber euch an den erprobten Rezepten anderer SelbermacherInnen inspirieren lassen.

Wir freuen uns auf die nächsten drei Monate und hoffen, dass unser Projekt in den Stadtteil hinausstrahlt und auch nach der Zwischennutzung etwas für Wattenscheid erhalten bleibt. Sei es eine Verschönerung des Straßenabschnittes, ein Nachbarschaftsfest, eine neue Nachbarschaftsinitiative oder sogar die Ansiedlung eines neuen urbanen Unternehmens.