SCHRAMM Orthopädieschuhtechnik Bochum

Gesundheitshandwerk mitten in Bochum

Steckbrief

Untere Marktstr. 3, 44787 Bochum

Typ der Produktion: Gesundheitshandwerk

Produkte: Herstellung von orthopädischen Schuhen und klassischen Maßschuhen, Schuhreparaturen, Fertigung von verschiedenen Einlagen

Gründung: 2012

Gründer*innen: Rüdiger Schramm

Beschäftigte: 4, Einzelunternehmen

Standort: Bochum Innenstadt

Adresse: Untere Marktstraße 3, 44787 Bochum

Kontakt: veganeinlagen@freenet.de

Website: https://www.orthopaedietechnik-bochum.de/

SCHRAMM

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch und dessen Beweglichkeit. Menschen helfen gesund zu werden. Impulse für die Gesunderhaltung zu geben und durch präventive Maßnahmen möglichen Bewegungseinschränkungen entgegenzuwirken.“ Rüdiger Schramm

(https://www.orthopaedietechnik-bochum.de/schramm-orthopaedietechnik-bochum/)

Ausgangslage

Bereits seit seinem 16. Lebensjahr stellt Rüdiger Schramm Einlagen und mehr her. Nach seiner Lehre machte er den Meister, arbeitete dann als Angestellter in einem Sanitätshaus und fand nach 9,5 Jahren, dass es an der Zeit war, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Im Jahr 2012 schloss der vorherige Orthopädieschuhmacher, der Kooperationspartner von dem Schuhhaus Lotte war, und suchte einen Nachfolger, mit dem sie auch weiterhin zusammenarbeiten konnten. Dies übernahm Rüdiger Schramm und gründete das Einzelunternehmen „Orthopädieschuhtechnik Schramm“ in der Bochumer Innenstadt.

Unternehmen

Das Fachgeschäft, welches von Rüdiger Schramm im Jahr 2012 als Einzelunternehmen gegründet wurde, beschäftigt insgesamt vier Mitarbeiter*innen. Neben ihm als Orthopädieschuhtechnikmeister sind eine Teilzeit-Bürokraft, ein Orthopädieschuhtechniker sowie ein Azubi im Unternehmen tätig. Alle Beschäftigten kommen aus Bochum. Schramm und sein Team stellen neben der Fertigung von orthopädischen Einlagen maßgeschneiderte Alltags-, Business- und Sportschuhe her. Auch spezielle orthopädische Einlagen für Fahrradschuhe, eine Diabetikerversorgung mit Diabetikerschuhen und Schuhreparaturen gehören zum Leistungsspektrum. Dabei werden alle Produkte und Dienstleistungen bis auf die Diabetikerschuhe selbst hergestellt. Der Kundenservice ist hierbei ein wesentliches Merkmal: eine umfassende Beratung und Leistungen aus einer Hand – von dem Abdruck bis hin zum fertigen Schuh – schaffen Vertrauen.

Neben Patient*innen werden auch Praxen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste beraten und sogar bei Bedarf eine vor Ort Betreuung sichergestellt. Dies erklärt vielleicht auch, warum auch Kunden aus umliegenden Städten, etwa aus Gelsenkirchen, zu Orthopädietechnik Schramm auswählen.

Handwerksberuf Orthopädieschuhtechnik

Maßanfertigung von Schuhen sowie Schuhreparaturen im innerstädtischen Bereich gibt es nicht mehr allzu häufig und noch weniger mit ausgeprägtem digitalen Angeboten. Da Schramm online gut vertreten ist, gibt es sogar Kund*innen aus Städten wie Berlin oder Nürnberg, die dessen Angebote in Anspruch nehmen.

Orthopädieschuhtechniker*innen sind in Werkstätten bzw. Werkhallen tätig, aber auch in Verkaufs-, Mess- oder Anprobierräumen. Neben handwerklichem Geschick, welches zum Beispiel beim Schleifen und Fräsen nötig ist, braucht es im Beruf Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination, etwa bei dem Zuschneiden von Leder, Absätzen und Sohlen. Ebenso wichtig sind Sorgfalt und eine hohe Kunden- bzw. Serviceorientierung.

Produktionsstandort

Auf insgesamt 162m2 verteilen sich Büro, Lager, Werkstatt und Verkaufsfläche. Der Standort hat sich nicht nur deshalb angeboten, da hier eine Nachfolge gesucht wurde, sondern zudem den Vorteil der Kooperation mit dem Schuhhaus bietet, mit dessen Geschäftsführung sie sich auch den Eingang teilen. Das Orthopädieschuhtechnik-Unternehmen hat seine Öffnungszeiten von montags bis freitags, durch die Kooperation mit dem Schuhhaus werden Aufträge zur Schuhreparatur auch samstags angenommen. Die Lage bietet darüber hinaus gute Parkmöglichkeiten und eine Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr. Der Standort ist als Mischgebiet ausgewiesen, befindet sich im innerstädtischen Bereich und hat unterschiedlichste Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe in unmittelbarer Umgebung, etwa Gastronomie, Arztpraxen und ein Krankenhaus. Die innerstädtische Lage ist für Schramm von Vorteil, da seine Patient*innen Abholungen bei ihnen mit sonstigen Erledigungen verbinden können.

Auch wenn die positiven Aspekte des Standortes überwiegen, so gibt es doch auch Nachteile: Die Straße befindet sich am äußeren Ring der Innenstadt und ist für Personen, die sich nicht auskennen, schlecht zu finden. Auch die Sichtbarkeit des Unternehmens ist dadurch eingeschränkt, zumal es kein direktes Schaufenster gibt. Dafür gibt es auf der Webseite ein virtuelles Schaufenster, das diesen Nachteil ausgleicht.

Weitere Angebote / Besonderheiten

Die Betreuung der Patient*innen kann sowohl in der Orthopädiewerkstatt als auch Zuhause bei den jeweiligen Patient*innen erfolgen, wichtig ist eine ausgiebige Beratung vor der Herstellung der Schuhe. Bei Einlagen ist zudem die telefonische Beratung möglich, woraufhin diese dann postalisch versendet werden. Die Anfertigung orthopädischer Schuhe kann sowohl mit kassenärztlichem Rezept als auch ohne, also als Privatleistung, erfolgen. Zahlt die Krankenkasse die Einlagen / Schuhe, so versuchen Schramm und seine Mitarbeiter*innen den Kund*innen möglichst viel der Bürokratie und Kommunikation mit den Ärzten und Krankenhäusern abzunehmen.

Fazit

Das Unternehmen Orthopädieschuhtechnik Schramm mit Sitz in der Bochumer Innenstadt verbindet klassisches Gesundheitshandwerk mit einem ausgeprägtem Dienstleistungsanspruch: Neben orthopädischen Einlagen werden Diabetikerschuhe und maßgefertigte Orthopädieschuhe individuell angefertigt. Für die Maßnahme der Füße verwendet Schramm einen Fußscanner – als einer der wenigen in der Umgebung. Das wird von den Kund*innen sehr positiv aufgenommen, zudem entsteht deutlich weniger Abfall hierdurch. Durch die qualitativ hochwertige Maßanfertigung und die Möglichkeit der Reparatur werden Rohstoffe eingespart und Müll vermieden.

Dass das Gesundheitshandwerk nicht minder nachgefragt ist als in den vergangenen Jahren. zeigt auch die aktuelle Pandemie: Die Kundschaft blieb. Orthopädieschuhtechnikmeister Schramm plant für seinen Betrieb eine Renovierung, ist offen gegenüber Technologien, die die Produktion erleichtern und hält fest an Qualität und einer engen Kundenbeziehung.

Autorinnen: Dajana Schlieter, Institut Arbeit und Technik & Hannah Brack, Bochum Wirtschaftsentwicklung (02.12.2020)

 

Quellen:

Interview mit Rüdiger Schramm am 03.09. 2020, geführt von Hannah Brack

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/3497.pdf