DomagkPark, München

Neues urbanes Quartier

Steckbrief

Domagk-Park

Instrumente zur Schaffung von Rahmenbedingungen: Entwicklung eines nutzungsgemischten Neubauquartiers
Quartierstyp: Neubauquartier auf Konversionsfläche
Beteiligte Akteure (Initiatoren): Wohnungswirtschaft, Quartiersgenossenschaft
Lerneffekte: Akteure/Netzwerke/Institution, Finanzierung, Nutzungsmischung,
Quartiersmehrwerte & Bewältigung von Nutzungskonflikten
Förderung: Eigenwirtschaftliche Entwicklung von Wohnungsunternehmen
Kontakt:
DomagkPark Genossenschaft eG

Ausgangslage

Auf dem Gelände einer ehemaligen Funkkaserne entsteht seit 2013 ein neues Stadtquartier mit Wohnungen, Einzelhandel und Gewerbe und insgesamt 1.700 Wohnungen und 1.000 Arbeitsplätzen. Neben der Implementierung von Wohnen und Arbeiten im Quartier ist der Grundgedanke „Gemeinsam erreicht man Ziele besser als im Alleingang“ prägend. Vor Entwicklung des Areals befand sich auf dem Gelände eine Kolonie mit mehr als 300 KünstlerInnen, von der ein Kunsthof erhalten blieb.

Intention

Ziel ist die Entwicklung eines lebendigen Wohnquartiers mit einer vielfältig nutzbaren sozialen, kulturellen und kommerziellen Infrastruktur. Die wohnungsnahe Versorgung steht dabei genauso im Vordergrund wie das nachbarschaftliche Miteinander. Zukünftige BewohnerInnen werden in den Prozess involviert und wirken am Entstehungsprozess mit. Städtische und private Wohnungsgesellschaften, Baugenossenschaften und Baugemeinschaften haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, mit dem gemeinsamen Ziel der Entwicklung eines Konzepts für vernetztes Wohnen in einem zukunftsorientierten Wohnumfeld.

Hauptakteure

  • Konsortium bestehend aus Baugenossenschaften, Baugemeinschaften sowie städtischen und privaten Wohnungsbaugesellschaften
  • Quartiersgenossenschaft
  • Stadt München

Maßnahmen

  • Auslobung eines Realisierungswettbewerbs
  • Schaffung vielfältiger Einrichtungen und Aktivitäten, die miteinander vernetzt werden
  • Gründung einer Quartiersgenossenschaft (Domagk-Park eG als Non-Profit-Organisation, welche u. a. Gemeinschaftseinrichtungen im Quartier organisiert, und nachbarschaftliches Engagement fördert. Diese basiert auf dem Prinzip der Eigenwirtschaftlichkeit und finanziert sich aus Gebühren und Dienstleistungen.
  • Gründung eines Vereins für Quartiersnachbarschaft, Soziales und Kultur DomagkPark eV

Erfolgsbausteine

  • Öffnung für alle Einkommens- und Haushaltsgrößen
  • frühzeitige und starke Beteiligung der BewohnerInnen: Quartiersgenossenschaft, Verein, Arbeitsgruppe
  • Wohnungswirtschaft als starker Partner und Kapitalgeber zur Quartiersentwicklung, insbesondere Genossenschaften mit Gemeinwohlorientierung
  • Konsortium und Charta Quartiersvernetzung

Fazit

Bei diesem Neubauprojekt wurden Wohnen und Arbeiten von Beginn an zusammengedacht. Die Initiierung eines gemeinsamen Prozesses mit der Wohnungswirtschaft bildet hier einen wichtigen Baustein für den Erfolg einer funktionierenden Nutzungsmischung. Auch Angebote im Bereich Sharing oder zur Reduzierung von Fahrten im Quartier wurden entwickelt. Dieses Projekt zeigt wie wohnungswirtschaftliche Akteure nutzungsgemischte Neubauquartiere entwickeln können und so Rahmenbedingungen für die Ansiedlung urbaner Produktionen schaffen.